Mittwoch, 10. Dezember 2008

Moritz hat Geburtstag und Oma und Opa waren dabei



Die letzten Wochen waren wieder mal sehr aufregend. Oma Gisela und Opa Horst haben uns besucht, Moritz hatte Geburtstag und Weihnachten steht vor der Tür. Etwas unwirklich angesichts der Temperaturen, aber der Nikolaus war schon da, in Badehose auf einem Surfbrett.




Wir hatten eine tolle Geburtstagsfeier mit den Freunden von Moritz. Die treasure hunt hat den Kinder Spaß gemacht, noch viel mehr Gaudi war aber das Werfen von Wasserbomben vor unserem Haus. Ich kam gar nicht hinterher mit dem Nachschub an Wasserbomben. Und waren alle Luftballons aufgebraucht, fand Sabine immer wieder neue Luftballonreserven.



Abends waren dann einige Freunde zum Geburtstagsgrillen da, wie in alten Zeiten in Köln, aber andere Freunde, "-". Grillen an sich ist eine der Lieblingsbeschäftigungen des Neuseeländers. Der Grill ist meist so groß, dass ein durchschnittlicher Kölner Balkon ihn nicht fassen würde. Letzte Woche waren wir dann zusammen mit Oma und Opa bei meiner Cousine Patricia und ihrer Familie zum BBQ eingeladen. Sie wohnen auch hier in Auckland, aber auf der schäl Sick, das heißt auf der anderen Seite der Harbourbridge.





Letzten Donnerstag haben wir uns dann mit Oma und Opa nach Coromandel aufgemacht. Das Wetter war absolut bombastisch. Jeden Tag schwimmen im Meer bei gigantischen Wellen. Mittags mussten wir uns in unserer bach, der Ferienhütte, aufhalten, da die Sonne zu sehr knallte. Ganz schön ungewöhnlich für den Dezember hier, der manchmal auch noch ganz schön verregnet sein kann. Oma und Opa als Sonnenanbeter hat es natürlich tierisch gefreut. Ein Tag Kultur musste aber auch sein, so haben wir uns die Cathedral Cove angeschaut. Eine natürliche Grotte direkt am Strand.




Sonntag, 2. November 2008

Auf'ner Kiwi-Farm




Letzte Woche haben wir uns wieder ein Auto von Freunden aus unserer Kirche geliehen. Montag war Feiertag, also für uns eine gute Gelegenheit zu einem Ausflug. Das dachten übrigens auch alle anderen Auckländer. Das Labour-Weekend ist traditionell ein Wochenende, an dem man aus der Stadt flüchtet. Wir sind nach Te Puke gefahren. Die Region, in der die meisten Kiwis angebaut werden, und haben uns eine Kiwi-Farm angeschaut. Übernachtet haben wir in Maketu auf einem eher schmuddeligen Holiday Park. Aber die Lage war fantastisch, direkt am Strand. Nachts war es ungemütlich kalt. Es gab sogar Bodenfrost. Das hat uns der Guide auf der Kiwi-Farm erzählt. Für die ist das nämlich eine mittelschwere Katastrophe, wenn es im Frühling nochmals frostet. Tatsächlich haben die Farmen jeden nur möglichen Hubschrauber kommen lassen, um Nachts über den Kiwi-Feldern zu kreisen. Verrückt, oder? Durch die Rotorblätter wird die Luft aus den wärmeren Luftschichten in etwa 20 Metern Höhe auf den Boden geblasen und vermischt sich dort mit der zu kalten Luft. So fliegen die Hubschrauber von Feld zu Feld, müssen aber spätestens nach 10 Minuten wieder von vorne anfangen und das die ganze Nacht durch. Klang fast wie ein Aprilscherz. Später haben wir uns dann auch noch einen kurzen Flug mit dem Helicopter gegönnt. Das war eine super geile Erfahrung.

Freitag, 10. Oktober 2008

South Island



Endlich ist es soweit: Unser erster Ausflug auf die Südinsel. Julie und Moritz wollten unbedingt die Koffer ziehen. Nach einigen Metern hatte ein Autofahrer Mitleid und hat uns mit seinem großen Auto zu unserem Bus gefahren. Mit dem Flugzeug sind wir dann nach Dunedin geflogen, eine lebendige Studentenstadt. Wir haben eine Schokoladenfabrik besichtigt, die sogar einen Schokoladenwasserfall hat. Natürlich mussten wir alle Sorten der Schokolade mal probieren.



Die Stadt und auch die Umgebung hat nach Neuseeländischen Maßstäben einiges an Historischem zu bieten. Zum einen den Bahnhof, der als das meist fotografierte Gebäude Neuseelands gilt. Auch das einzige Schloss des Landes steht hier in der Nähe. Beeindruckender waren für uns aber die Keas, die Robben, die Delphine und die Pinguine, die wir zu Gesicht bekamen.




Wir waren an einem Strand, an dem die Robben ihren Mittagsschlaf halten. Wir haben uns an ihnen vorbei geschlichen, um sie nicht zu stören. Etwas ungewöhnlich für diese Tageszeit kam dann noch ein Pinguin dazu. Beim ersten Versuch aus dem Meer an uns vorbei in die Dünen zu gelangen, hatte er noch zu viel Respekt vor uns und flüchtete zurück ins Meer. Aber dann traute er sich doch und schlich zwischen uns und ein paar Robben hindurch. Es war absolut klasse, den Pinguin so nah zu erleben, wo diese Tiere doch normalerweise sehr scheu sind.










Danach haben wir uns an der Küste entlang nach Milford Sound aufgemacht. Wir haben eine Overnight Cruise auf diesem atemberaubenden Fjord gemacht. Die Nacht war allerdings sehr stürmisch und ungemütlich. Es hat sogar ein wenig geschneit. Auf dem Weg zurück nach Dunedin konnten wir sogar eine Schneelballschlacht machen und einen Schneemann bauen.





Sonntag, 24. August 2008

Da fehlt doch was!





Ach, da ist er ja!

Sonntag, 17. August 2008

Almost Spring





Jetzt ist es hoffentlich so weit. Wir hatten die ersten beiden sonnigen Tage und erwarten den Frühling sehnlichst. Die passenden Sonnenbrillen haben wir schon gekauft, zumindest für Julie und Moritz. Mit der Sonne kommt auch wieder die Entdeckungslust. Wir haben noch ein paar Ziele hier um Auckland auf dem Programm.








In unserer Nachbarschaft ist letzte Woche ein weiteres Kind gezogen. Ein Junge, er ist vier Jahre alt und versteht sich mit Moritz und Julie sehr gut. Heute haben alle draußen miteinander gespielt. Sehr entspannend für die Eltern. Julie und Moritz sprechen immer besser Englisch, dafür lässt das Deutsch etwas nach. Julie wollte heute ihre Kartoffeln etwas rostiger (roasted) und Moritz wirft beide Sprachen schon mal durcheinander. Das ist wirklich nicht gelügt. Ach ja, die Partizipien werden auch schon mal neu inventet.



Donnerstag, 31. Juli 2008

Und sonst nichts Neues

In NZ ist alles beim Alten: Regen , auch mal Sturm und insgesamt eher ungemütlich. In den Winterferien haben wir auf Haus, Katze und koreanische homestay Schülerin von Bekannten aufgepasst. Seither wollen Julie und Moritz unbedingt eine Katze.

Nun sind wir wieder zurück in unserem Reihenhaus. Sabine fängt wieder an Windeln zu wechseln. Ella ist die Tochter von Sabines Freundin und ist zur Zeit oft bei uns. Sie fühlt sich bei uns pudelwohl, was auch daran liegt, dass Julie und Moritz gern mit ihr spielen.



Die Konferenz und der Workshop sind vorbei. Es war eine sehr intensive Zeit und ich bin froh, dass es wieder ruhiger zu geht. Das heißt direkt nach dem Workshop gab es hier zu Hause alle Hände voll zu tun. Julie hat mit ihren Freundinnen Geburtstag gefeiert. Sabine und ich waren wirklich aufgeregt. Man weiß ja nie: andere Kultur, andere Sitten. Und genau so kam es dann auch. Geplant war wie immer eine Schnitzel Jagd mit Schatz am Ende. Natürlich sollten die Mädchen es nicht zu leicht haben und mussten draußen nach "Schnitzeln" suchen. Da es hier wie gesagt fast nur regnet, ist es schon mal etwas matschig im Park neben an. Da war es dann doch unpassend, dass man in NZ als Mädchen anscheinend eher im Prinzessinnen-Outfit zur Geburtstagsparty geht. Zum Glück hatten wir genug Gummistiefel und sonstige Schuhe parat, damit die Glitzerschühchen nicht dreckig wurden. Es war eine tolle Party und auch Julie hat sich sehr gefreut.

Donnerstag, 10. Juli 2008

Winter!



Es ist Winter in NZ und keiner hat uns gewarnt. Viel Regen und ungemütlich kalt, was nicht so schlimm wäre, wenn es zu Hause wenigstens kuschelig warm wäre. Aber es zieht durch jede Ritze und an Zentralheizungen ist nicht zu denken. Wir schlagen uns dennoch gut und haben auch die deutsche Fußballdepression allmählich überwunden. Ausserdem hatten wir die letzten Tage pünktlich zu Julies Geburtstag strahlenden Sonnenschein. Julie hat eine Kamera bekommen und ein paar Bilder von ihrem Geburtstag gemacht:







Hier sind gerade Ferien. Am Montag waren die Kinder mit Sabine beim "incredible science day" an der Uni, am Mittwoch waren wir im kalten Hallenbad und heute war Julies Schulfreundin aus Korea zusammen mit ihrer Mutter zum Lunch bei uns. Es gab selber gemachtes Sushi. Ich selber war heute Mittag Yum Cha essen mit den Kollegen von der Uni. Die asiatische Kultur ist einem hier wirklich sehr nah.




Die nächsten Wochen werden für mich sehr herausfordernd. Wir haben eine große Konferenz und anschließend einen Workshop, bei dem ich auch kräftig gefordert bin. Es sind schon einige Wissenschaftler angekommen. Es ist sehr international. In unserem Workshop waren zwei Kiwis, zwei Chinesinnen, jemand aus Russland, Malaysia, Pakistan, Korea, England und Deutscheland.