Sonntag, 2. November 2008

Auf'ner Kiwi-Farm




Letzte Woche haben wir uns wieder ein Auto von Freunden aus unserer Kirche geliehen. Montag war Feiertag, also für uns eine gute Gelegenheit zu einem Ausflug. Das dachten übrigens auch alle anderen Auckländer. Das Labour-Weekend ist traditionell ein Wochenende, an dem man aus der Stadt flüchtet. Wir sind nach Te Puke gefahren. Die Region, in der die meisten Kiwis angebaut werden, und haben uns eine Kiwi-Farm angeschaut. Übernachtet haben wir in Maketu auf einem eher schmuddeligen Holiday Park. Aber die Lage war fantastisch, direkt am Strand. Nachts war es ungemütlich kalt. Es gab sogar Bodenfrost. Das hat uns der Guide auf der Kiwi-Farm erzählt. Für die ist das nämlich eine mittelschwere Katastrophe, wenn es im Frühling nochmals frostet. Tatsächlich haben die Farmen jeden nur möglichen Hubschrauber kommen lassen, um Nachts über den Kiwi-Feldern zu kreisen. Verrückt, oder? Durch die Rotorblätter wird die Luft aus den wärmeren Luftschichten in etwa 20 Metern Höhe auf den Boden geblasen und vermischt sich dort mit der zu kalten Luft. So fliegen die Hubschrauber von Feld zu Feld, müssen aber spätestens nach 10 Minuten wieder von vorne anfangen und das die ganze Nacht durch. Klang fast wie ein Aprilscherz. Später haben wir uns dann auch noch einen kurzen Flug mit dem Helicopter gegönnt. Das war eine super geile Erfahrung.